Induktive Lasten

Induktive Lasten (Motoren, Relais, Spulen, Elektromagneten, etc.) haben die unangenehme Eigenschaft, dass beim Abschalten eines elektrischen Stroms ein Impuls in die dem "normalen" Stromfluss entgegengesetzte Richtung fließt. Dies kann zur Zerstörung anderer elektronischer Komponenten führen - bis hin zum Microcontroller. Zur Vermeidung des unerwünschten Effekts muss zwingend parallel zur induktiven Last eine Diode in Sperrrichtung geschaltet werden. Hierfür reicht - je nach Last - normalerweise eine einfache Diode vom Typ 1N4007  bereits aus.

Während sogenannte Schrittmotoren nicht so kritisch sind, kann sich dies bei herkömmlichen DC-Motoren fatal auswirken! Strom, der durch einen elektrischen Leiter (z.B. den Wicklungsdraht des Motors) erzeugt immer ein elektromagnetisches Feld. Die magnetische Feldstärke H (für Henry) ist proportional zum Strom, die Spule speichert die magnetische Energie. Wird der Stromfluss nun unterbrochen, so wird das Magnetfeld wieder abgebaut. Hierzu fließt der Strom in die entgegengesetzte Richtung, was die Ursache für den oben geschilderten Effekt ist. Beachten Sie, dass der Strom sehr hoch werden kann.

Weitere Details zur Wirkung dieser Diode finden Sie im Internet, wenn Sie nach den Begriffen Freilaufdiode bzw. der englischen Variante Flyback Diode suchen. Die folgende Abbildung zeigt in dem rot hervorgehobenen Kasten, wie eine Freilaufdiode geschaltet werden muss.

Beachten Sie bei der Dimensionierung der Diode auch die Wärmeentwicklung. Besonders in geschlossenen Gehäusen kann die Temperatur so ansteigen, dass die spezifizierte maximale Temperatur verschiedener Komponenten überschritten werden kann.

Freilaufdiode, Flyback Diode

Wenn Sie mehr zu den Zusammenhängen zwischen elektrischem Strom und elektromagnetischen Feldern erfahren möchten, verwenden Sie als Suchbegriff "Strom und Magnetfeld".